3. Mai 2013

Niederbayern empfängt die heutige Etappe der Energie-Tour

9:00 Uhr: Stadtwerke Kelheim

Die Stadtwerke in Kelheim haben einiges vor. Geschäftsführer Christian Kutschker will mit dem kommunalen Unternehmen 14 Windkraftanlagen im Peintinger Forst errichten. Das Investitionsvolumen beträgt 80 Mio. Euro. Während des Gesprächs mit dem Grünen Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gambke, meinem Landtagskollegen Eike Hallitzky und mir betonte der Stadtwerkechef immer wieder die Wichtigkeit einer breit angelegten Bürgerbeteiligung.
Er hat für sein Projekt folgendes Modell erarbeitet: Bürgerbeteiligungsfonds durch die örtlichen Sparkassen und Raiffeisenbanken für die benachbarten Gemeinden, eine Bürgergenossenschaft für Kleinanleger sowie die Gründung einer GmbH & Co. KG für diejenigen, die mit größerem Kapitaleinsätzen einsteigen wollen.
Trotzdem verwies Kutschker auf vereinzelte Widerstände und die Gründung einer Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark. Mit ihnen suche er aber intensiv das Gespräch. Wir brachten den Vorschlag ein, ob man den Park nicht teilweise als touristische Attraktion gestalten könne. Dies würde die Akzeptanz sicherlich erhöhen, so auch mein Kollege Eike Hallitzky.

12:30 Uhr: Bürgerenergie Isar eG Landshut

Vor etwas über einem Jahr hat sich in Landshut die Genossenschaft Bürgerenergie Isar eG gegründet. Mittlerweile hat sie 256 Mitglieder die zum größten Teil viel Erfahrung mitgebracht haben. Darin sehen die Vorstandsmitglieder York Schulze und Georg Högl die größten Vorteile einer Genossenschaft. Sie soll nicht nur privates Kapital mobilisieren, sondern vielmehr auch Know-how aus der Region bündeln. Nach meinem Empfinden können Unternehmen wie Privatleute mit hochspezialisierten Kompetenzen Unglaubliches leisten, wenn sie sich etwa in einer Genossenschaft zusammen tun. Zusammen mit unserer Bezirksvorsitzenden, Rosi Steinberger, wurden wir erneut in unserer Überzeugung gestärkt, dass durch solche genossenschaftlichen Projekte wie hier in Landshut, die Energieerzeugung wieder verstärkt in Bürgerhand gelegt werden kann.

15:00 Uhr: Gemeinde Wurmsham

Ganz vorne mit dabei ist die Gemeinde Wurmsham bei der Deutschen Solarbundesliga. Mit PV-Anlagen nicht nur auf allen eigenen Liegenschaften belegt die Gemeinde landesweit den 9. Platz. Die Erste Bürgermeisterin Maria Neudecker zeigte mir bei meinem Besuch am Ende der ersten Tourwoche die jetzt generalsanierte Grundschule in Pauluszell.
Die ausführende Ingenieurin, Adelheid Brunner, die ebenfalls am Gespräch teilnahm, gewährte mir bei einem Rundgang Einblick in die verschiedenen energetischen Sanierungsmaßnahmen: Dämmung der Außenhülle, neue Fenster und Türen, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, sowie eine Pelletheizung anstelle des alten Ölkessels.
Der dritte Bürgermeister der Gemeinde, Siegfried Müller, zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit des Gemeinderats hinsichtlich verschiedener Maßnahmen im Zuge der Energiewende und auch ich betonte, dass durch konstruktives Miteinander gerade auf kommunaler Ebene sehr viel zu gewinnen sei.

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