Strompreiserhöhung: E.ON sahnt ab
Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren die von E.ON Bayern angekündigte Strompreiserhöhung um 1,44 Cent pro Kilowattstunde (kWh) als ungerechtfertigte Bereicherung auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher. „Die angeführte Begründung, wonach die Erhöhung der Umlage für die erneuerbaren Energien diese Strompreissteigerung rechtfertigen würde, ignoriert eine ganze Reihe von Kostensenkungen, die die Stromversorger in den letzten Jahren realisieren konnten“, erklärt der energiepolitische Sprecher Ludwig Hartmann. Insbesondere die Strombeschaffungskosten seien erheblich gesunken, weil dank der erneuerbaren Energien konventionelle teure Kraftwerke weit weniger zum Einsatz kommen würden. Das bestätigten auch Daten des Statistischen Bundesamtes und die Entwicklung an der Strombörse in Leipzig. Die Landtagsgrünen fordern die beim Bayerischen Wirtschaftsministerium angesiedelte Landeskartellbehörde auf, diesen Missbrauch sofort zu stoppen. „Die deutlich gesunkenen Beschaffungskosten müssen endlich auch bei den VerbraucherInnen ankommen.“
Ludwig Hartmann weist den Versuch von E.ON, die Preiserhöhung mit der EEG-Umlage zu rechtfertigen, als nicht richtig zurück. „Mit der gemeldeten Preiserhöhung reiht sich E.ON Bayern in eine lange Reihe von Abzockern ein, die etwa eine Summe von 2 Mrd. Euro in die Kassen der Konzerne spülen wird.“ Das habe eine Studie im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion vom Dezember 2010 ergeben. „Mit dieser Preiserhöhung werden sich nach den Recherchen dieser Studie die Gewinnmargen der Konzerne im Vergleich zu 2006 mehr als verdreifachen.“
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- Meldung auf check24.de :
- http://www.check24.de/news/strom/strompreiserhoehung-eon-strompreise-33120/
- Link zum angesprochenen Gutachten:
- http://www.hans-josef-fell.de/content/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=490&Itemid=108