13. Dezember 2012

Liquidationseröffnungsbilanz und Jahresabschluss 2011 der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH

Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH hat mittlerweile ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 und ihre Liquidationseröffnungsbilanz veröffentlicht.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Staatsregierung:
Sehr geehrte Frau Präsidentin,
die Schriftliche Anfrage des Herrn Abgeordneten Ludwig Hartmann vom 15.11.2012 betreffend „Liquidationseröffnungsbilanz und Jahresabschluss 2011 der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH“ beantworte ich wie folgt:

1. a) Wann ist mit dem Liquidationsabschluss zu rechnen?
zu 1. a): Mit dem Abschluss der Liquidation ist Anfang 2013 zu rechnen.

1. b) Wann wird die entsprechende Bilanz veröffentlicht?
zu 1. b): Nach Abschluss der Prüfung der Liquidationsschlussbilanz wird diese unter Einhaltung der Vorschrift des § 325 HGB fristgerecht offengelegt werden.

1. c) Werden darüber hinaus noch detailliertere Aufschlüsslungen zu den einzelnen Bilanzpositionen veröffentlicht?
zu 1.c) Die Offenlegung erfolgt in dem gesetzlich vorgeschriebenen Umfang.

2. a) Worauf ist die deutliche Reduzierung auf der Aktivseite des Jahresabschlusses 2011, bei der die immateriellen Vermögensgegenstände mit 2656 Euro (zum Jahresabschluss am 31.08.2011) wesentlich niedriger angesetzt werden, als noch zum Stichtag 31.12.2010 (damals 11.484 Euro), im Einzelnen zurückzuführen?
zu 2. a): Die Verminderung der immateriellen Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2011 um 8.828 Euro betrifft ausschließlich Abschreibungen.

2. b) Welche konkreten Posten verbergen sich in diesem Bilanzpunkt?
zu 2. b): Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen EDV-Software und Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten.

3. a) Worauf ist die deutliche Reduzierung des bilanzierten Wertes der Sachanlagen, welcher sich im gleichen Zeitraum von 151.481 Euro auf 74.941 Euro verringerte, im Einzelnen zurückzuführen?
zu 3. a) Die in der Frage genannten Werte sind nicht korrekt. Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2011 von 139.997 Euro auf 72.285 Euro vermindert. Der Rückgang betrifft mit 74.190 Euro Abschreibungen sowie gegenläufig mit 6.478 Euro Zugänge.

3. b) Welche konkreten Posten verbergen sich in diesem Bilanzpunkt?
zu 3. b) Unter den Sachanlagen werden die Büroeinrichtung sowie die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen.

3. c) Welchen Anteil an der Reduzierung hatten jeweils Abschreibungen und Veräußerungen?
zu 3. c): Siehe Antwort 3. a).

4. a) Worauf ist die Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, welche von 4.170.203,93 Euro Ende 2010 auf 3.011.348,50 Euro zum Zeitpunkt der Liquidationseröffnung vermindert wurden, im Einzelnen zurückzuführen?
zu 4. a): Der Rückgang von 1.158.855 Euro betrifft mit 3.702.962 Euro Einzahlungen auf Forderungen aus Sponsorenverträgen sowie gegenläufig mit 2.544.107 Euro die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen mit 2.580.525 Euro Zuschüsse von Gesellschaftern.

4. b) Welche konkreten Posten verbergen sich in diesem Bilanzpunkt?
zu 4. b): Siehe Antwort 4. a).

4. c) Stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch Forderungen aus?
zu 4. c): Zum jetzigen Zeitpunkt stehen keine Forderungen aus.

5. a) Worauf ist hingegen die Erhöhung der Rücklagen in den Passiva der Bilanz um 95.180 Euro auf 1.294.500 Euro im Zeitraum vom 31.12.2010 bis zum 31.08.2011 im Einzelnen zurückzuführen?
zu 5. a) Rücklagen sind in der Bilanz nicht vorhanden.

5. b) Welche konkreten Posten verbergen sich in diesem Bilanzpunkt?
zu 5. b): Siehe Antwort 5. a).

5. c) Welche Gründe gab es für die Erhöhung der Rücklagen bis zur Liquidationseröffnung?
zu 5. c): Siehe Antwort 5. a).

6. a) Worauf ist die Reduzierung der Verbindlichkeiten im Zeitraum zwischen den beiden genannten Jahresabschlüssen, von ehemals 5.615.403,03 auf 2.455.348,17 Euro, im Einzelnen zurückzuführen?
zu 6. a): Der Rückgang der Verbindlichkeiten um 3.160.055 Euro betrifft mit 1.430.173 Euro die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit 451.529 Euro die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und mit 1.278.353 Euro die sonstigen Verbindlichkeiten.

6. b) Welche konkreten Posten verbergen sich in diesem Bilanzpunkt?
zu 6. b) Die beglichenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Aufträge im Zusammenhang mit der Erstellung des Bid Books. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Gesellschafterdarlehen. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2010 betrifft im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

6. c) Welche Prioritätensetzung wurde bei der Rückzahlung der Verbindlichkeiten befolgt?
zu 6. c): Die Rückzahlung der Verbindlichkeiten erfolgte nach Fälligkeit.

7. a) Worauf ist die Reduzierung der Rechnungsabgrenzungsposten von 1.485.118,54 Euro zum Datum 31.12.2010 auf 219.472,90 Euro zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2011 am 31.08.2011 im Einzelnen zurückzuführen?
zu 7. a): Der Rückgang des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 1.265.646 Euro betrifft die bisher nicht für die Bewerbung verwendeten Sponsorenmittel.

7. b) Welche konkreten Posten verbergen sich in diesem Bilanzpunkt?
zu 7. b): Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die bisher nicht für die Bewerbung verwendeten Sponsorenmittel ausgewiesen.

7. c) Gab es Posten, welche sowohl im Jahresabschluss 2010 als auch in dem von 2011 unter diesem Punkt bilanziert wurden?
zu 7. c): Es gab keine Posten, die sowohl zum 31. Dezember 2010 als auch zum 31. Dezember 2011 unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen wurden.

8. a) Welche Veränderungen haben sich zur Antwort der Staatsregierung auf meine Schriftliche Anfrage vom 14.07.2011 auf Drucksache 16/9473, Frage 3, ergeben?
zu 8. a): Zum Stichtag 30. November 2012 hat die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH i.L. weder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten noch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die zum Stichtag 30. Juni 2011 ausgewiesenen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 5,72 Mio. Euro (davon Freistaat Bayern 3,5 Mio. Euro) wurden in Höhe von 2,26 Mio. Euro (zzgl. Zinsen) an den Freistaat Bayern zurückgezahlt. 735.633 Euro wurden entsprechend dem auf den Freistaat Bayern entfallende Finanzierungsanteil am festgestellten Finanzierungsbedarf der Bewerbungsgesellschaft in einen Zuschuss des Freistaats Bayern umgewandelt (s. Antwort 4 zu Drucksache 16/9503). In Höhe der verbleibenden Differenz haben alle finanzierenden Gesellschafter quotal gemäß dem von Ihnen jeweils zu tragenden Finanzierungsanteil auf die Rückzahlung verzichtet.

8. b) Sind die in den Antworten der Staatsregierung auf Drucksache 16/9503 (meine Schriftliche Anfrage vom 28.07.2011) aufgeführten Darlehen mittlerweile vollumfänglich und inklusive der vereinbarten Zinsleistungen an die Gesellschafter ausgezahlt worden?
zu 8. b): Soweit nicht durch die Gesellschafter auf die Rückzahlung der gewährten Darlehen verzichtet wurde (siehe Antwort 8a)), wurden die Darlehen vollumfänglich und inklusive der vereinbarten Zinsen zurückbezahlt.

8. c) Falls nein, wann ist damit zu rechnen?
zu 8. c): Siehe Antwort 8. b).

Um Beantwortung gemäß Geschäftsordnung und Drucklegung wird gebeten.

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Die in meiner Anfrage erwähnten Antworten der Staatsregierung auf meine parlamentarischen Initiativen habe ich Ihnen als in Verbindung stehende Nachrichten verlinkt. Anbei habe ich Ihnen meine Schriftliche Anfrage und die Antworten der Staatsregierung als pdf-Datei im Drucksachenlayout des Bayerischen Landtags hinterlegt.

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