24. Juli 2018

Einsatz für Bayern auf dem Erdlingshof

Heute führte der Einsatz für Bayern unseren Spitzenkandidaten zu einem ganz besonderen Ort für Tiere; Der Erdlingshof in Kollnburg.

Der Erdlingshof ist ein Lebenshof für Tiere, die Produkte in der Tierindustrie waren und dann nicht mehr gebraucht wurden und wie „Abfall“ weg mussten. Auf dem Erdlingshof dürfen sie sozusagen „in Rente“ gehen.

Es gibt Schweine aus der Mast, die normal nach spätestens 6 Monaten geschlachtet worden wären, ein Esel und ein Muli, die ein Jahrzehnt bei einer Landgaststätte als „Locktiere“ standen, Stiere, die in der Milchindustrie keinen Nutzen hatten und eigentlich schon mit wenigen Wochen geschlachtet worden wären, Kälber, die als Frühgeburten auch einem Biobauern aus finanziellen Gründen zu teuer gewesen wären, um sie durchzubringen, Kaninchen aus Laboren, Hühner aus Legebatterien, Zuchthündinnen, Wildschweine, deren Mutter geschossen wurde, als sie Frischlinge waren, Puten und Gänse aus der Mast, Minischweine, die zu groß wurden, um noch ein knuffiges Haustier zu sein…
Jedes Tier auf dem Hof hat seine eigene traurige Geschichte.

 

 

 

„Der Erdlingshof hält uns den „Abfall“ unseres Konsums vor Augen und lässt diese Tiere glückliche Zeugen dessen sein, was aus Tieren wird, wenn man sich nicht nur gebraucht.“ lobt Ludwig Hartmann. „Der Hof wirbt für veganes Leben und überzeugt jährlich viele Menschen, das mal auszuprobieren.“
Ludwig kam natürlich nicht mit leeren Händen, sondern hatte Leckereien, wie Melonen, Salat etc. für die Bewohner der Wiesen dabei.

 

 

Den Tieren schmeckte es sichtlich

 

Der Erdlingshof versucht sich auf sämtlichen Ebenen in „bio“; der Bagger für die kleineren und häufigeren Arbeiten auf dem Hof ist ein E-Nutzfahrzeug und wird mit Ökostrom betrieben. Den hat Ludwig auch getestet und einen Heuballen für die Rinder, Pferde und Esel aufgetischt.

 

Mit dem E-Bagger fleissig

 

In intensiven Gesprächen hat Ludwig sich über den Alltag eines Lebenshofs informiert, die behördlichen Probleme und die finanzielle Last.
„Zum Wohle der Tiere, aber auch aus Rücksicht auf den fortschreitenden Klimawandel würde alleine eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums enorm vieles verbessern.“ so Ludwig Hartmann überzeugt. „Für mich ausserdem sehr interessant zu erfahren: Der Lebenshof wird regelmäßig auch unangekündigt kontrolliert. In der konventionellen Landwirtschaft in Bayern passiert das im Schnitt alle 50 (!) Jahre.“

 

Ludwig Hartmann mit den Vorständen des Erdlingshofes Birgit Schulze und Johannes Jung

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