Verbot von Bisphenol A in Kinderspielzeug
Unser Antrag vom 30.01.2014
Der Landtag wolle beschließen:
Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich weiterhin auf allen Ebenen für ein Verbot von Bisphenol A in Kinderspielzeug einzusetzen.
Begründung:
Bisphenol A (BPA) wird in großem Umfang zur Herstellung von Kunstharzen und Polykarbonat-Kunststoffen verwendet. Polykarbonat wird unter anderem zur Herstellung von Spielzeug verwendet. Spielzeug wird von Kindern nicht nur regelmäßig und intensiv berührt, sondern auch in den Mund genommen.
Im Zuge der Neubewertung von Bisphenol A wertete die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) über 450 Studien zu potenziellen Gesundheitsgefährdungen im Zusammenhang mit BPA aus und ermittelte schädliche Wirkungen für Leber und Nieren sowie Auswirkungen auf die Brustdrüsen, die wahrscheinlich mit einer Exposition gegenüber dem chemischen Stoff in Verbindung stehen.
Gesundheitsschädliche Wechselwirkungen mit anderen Stoffen sind noch nicht ausreichend untersucht. Gesundheitlich unbedenkliche Grenzwerte für Bisphenol A sind nach allen bisherigen Erkenntnissen nicht vertretbar.
Dies gilt vor allem für Babys und Kleinkinder. Diese haben noch keinen voll ausgereiften Organismus, sind in einem besonders empfindlichen Stadium ihrer Entwicklung und daher auch besonders empfindlich gegen schädliche Einwirkungen von Umweltgiften.
Aus diesem Grund hat die EU die Verwendung von Bisphenol A bei der Produktion von Babyflaschen bereits verboten, in Dänemark ist die Verwendung von Bisphenol A bei Verpackungen für Kindernahrung, Beißringen, Spielzeug und Geschirr für Kinder bis drei Jahre verboten.
Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge für unsere Kinder muss sich die Staatsregierung für ein Verbot von Bisphenol A in Kinderspielzeug einsetzen.
+++++++++++
Aktuelle Informationen zum Beratungsverlauf unseres Antrags im Bayerischen Landtag.
Wie Sie den Unterlagen unter dem oben stehenden Link entnehmen können, wurde unser Antrag in der Plenarsitzung am 08.04.2014 leider durch die Stimmen der CSU abgelehnt.