Magdalena Wimmer
18. Juni 2021

Herdenschutz im Einklang mit der Rückkehr großer Beutegreifer

Am Freitag, 18.Juni, besuchte ich in Piding den Grünen Kreisrat BGL Bernhard Zimmer, der Halter der sogenannten Alpinen Steinschafe ist und ein erfolgreiches Zaunkonstrukt zum Schutz gegen Wölfe verwendet. Mit vor Ort waren meine Kollegin Gisela Sengl und der Grüne Bundestagswahlkandidat Wolfgang Ehrenlechner.
Wir alle sind uns einig;
Das Wolfsmanagement kommt in Bayern seit Jahren nicht voran, und verharrt auf dem Prinzip, Nachsorge sei besser als Vorsorge. Zwar gibt das LfU Ratschläge für präventiven Herdenschutz vor großen Beutegreifern, die finanzielle Unterstützung der Weidetierhalter*innen bleibt jedoch Fehlanzeige. Erst wenn Tiere gerissen wurden, kann die Landwirtschaft Ausgleichszahlungen geltend machen. Ein falscher Ansatz. Nichtstun schadet unseren Tierhalter*innen und lässt die Akzeptanz für das faszinierende Tier Wolf weiter sinken. Ich sage deutlich:
„Wir müssen unsere Weidetierhalter*innen unterstützen und dürfen sie und ihre Weidetiere nicht alleine lassen.“  Denn einig waren wir uns bei dem Gespräch vorallem darüber; Geschützte und bedrohte Arten müssen geschützt bleiben – das ist beim Wolf nicht anders als beim Biber.


Martin Winklmair, der die Interessen der bayerischen Schafzüchter vertrat, bereicherte die Diskussion mit seiner Sicht auf die Dinge. Die Schafzüchter fühlten sich oft alleine gelassen, wenn es um den Schutz ihrer Herde geht. Hier tun umfangreiche Präventionsmaßnahmen und Unterstützung beim Herdenschutz dringend Not. 

Für mich ist ganz klar; Was wir brauchen ist mehr Pragmatismus, Prävention und weniger Bürokratie.
So kann das Nebeneinander von Weidehaltung und großen Beutegreifern gelingen.