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8. September 2017

Volksbegehren „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen“

Bayern verliert sein Gesicht

Jeden Tag verschwinden 13 Hektar Bayern unter Asphalt und Beton. Das entspricht 18 Fußballfeldern. Jedes Jahr wird eine Fläche so groß wie der Ammersee zugebaut. Wir finden: Es reicht! Wir wollen eine gesetzliche Grenze für den Flächenverbrauch und so die Betonflut eindämmen.
Über Jahrhunderte gewachsene Städte und Dörfer und die schöne Landschaften prägen den Charakter Bayerns. Doch Bayern droht sein Gesicht zu verlieren. Immer mehr Gewerbegebiete, Discountmärkte und Logistikzentren entstehen auf der grünen Wiese. Unsere Orte verlieren an Lebensqualität, Natur- und Ackerflächen verschwinden. Seit der Jahrtausendwende wurde eine Fläche so groß wie München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Fürth zusammen von der Betonflut überspült.
Denn die Betonflut ist ein Problem für die Umwelt: Weniger natürliche Flächen bedeuten weniger Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt. Der dramatische Schwund – vor allem bei Insekten und Vögeln – wird schon seit langem verzeichnet. Versiegelte Flächen durch Asphalt und Beton führen zu vermehrten Überschwemmungen, sie gehen zu Lasten von Acker- und Weideflächen in der Landwirtschaft  – das Landschaftsbild wandelt sich.
Auch der Erhalt von Siedlungsstrukturen, die den sozialen Zusammenhalt fördern, ist ein Ziel, das maßgeblich für politische Entscheidungen ist.
Es ist Zeit zu handeln!

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Deshalb ein Volksbegehren

Wir brauchen eine verbindliche Höchstgrenze für den ausufernden Flächenfraß. Künftig dürfen nicht mehr als 5 Hektar Fläche täglich verbraucht werden. Das lässt genug Raum für den Wohnungsbau und sorgt bei Ansiedlungen von neuen Unternehmen für sparsamen Umgang mit Grund und Boden.

So schaffen wir es, dass Bayern sein Gesicht behält

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns, unser Volksbegehren „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen“ zu unterstützen. Im ersten Schritt benötigen wir 25.000 Unterschriften. Voraussichtlich im Frühjahr 2018 findet dann die Eintragungsfrist das Volksbegehren statt. Hier müssen sich innerhalb von zwei Wochen zehn Prozent aller bayerischen Wahlberechtigten in Ihren jeweiligen Rathäusern eintragen, damit es im Herbst zum Volksentscheid kommt. Stimmt dann eine Mehrheit mit „Ja“, ist der Vorschlag ein verbindliches Gesetz.

Immer mehr Gewerbegebiete, Einkaufszentren, Straßen und Logistikzentren rauben Bayern sein Gesicht. Es ist an der Zeit, etwas dagegen zu tun. Wachstum ist nicht alles. Helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, die Betonflut, die sich über unser schönes Land ergießt, einzudämmen.

Damit Bayern Heimat bleibt!

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Unterschriftenliste gleich hier herunterladen, ausfüllen und die darauf angegebene Adresse senden!

Achten Sie bitte darauf, dass Sie die pdf-Datei beidseitig ausdrucken und pro Liste nur Bürgerinnen und Bürger einer Gemeinde unterschreiben. Nur dann ist die Unterschriftenliste gültig. Vielen Dank!

Weitere Informationen und Initiativen zum Thema Flächenfraß auf meiner Homepage.

Offizielle Kampagnenseite des Volksbegehrens

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Pressebericht der Süddeutschen Zeitung vom 07.09.2017

Eine Antwort zu “Volksbegehren „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen“”

  1. Albert Buchmeier sagt:

    Das Volksbegehren ist eine absolut sinnvolle und dringend nötige Aktion. Es ist schockierend, in welchem Maße viele Gemeinden verschwenderisch mit Grund und Boden umgehen. Geradeso, als ob Wiesen, Wald und Weiden anderswo schon wieder nachwachsen würden, nachdem man sie in der eigenen Gemeinde zubetoniert hat. Natur, die einmal versiegelt ist, ist für immer zerstört!
    Durch die Aufweichung des Baugesetzes und ihr Landesentwicklungsprogramm versündigt sich die CSU an der bayerischen Bevölkerung, denn sie fördert damit die weitere Zersiedelung der einmaligen bayerischen Landschaft, aus der wir alle Kraft, Erholung und Freude schöpfen.
    Eine abschließende Bemerkung zu den ausgedruckten Unterschriftenlisten: Die Kästchen geraten so klein, dass man sie handschriftlich kaum ordentlich ausfüllen kann. Lässt sich da noch etwas machen?
    Trotzdem vielen Dank für die Initiative zum Volksbegehren.

    Albert Buchmeier

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